I have a dream ...

Von Vorsätzen, Träumen und Realitäten

Weihnachten steht vor der Türe – Zeit um über das Erreichte zu resümieren und sich zu geloben, im Neuen Jahr endlich alles richtig oder zumindest besser zu machen. Vorsätze, die mit einem guten Plan konkretisiert auch wirklich in die Tat umgesetzt werden sollen.

Aber wie sagt schon der Bettlerkönig Peachum in der Dreigroschenoper von Berthold Brecht: „Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein grosses Licht – und mach dann noch ’nen zweiten Plan, gehn tun beide nicht.“ Die Erfahrungen machen wir immer wieder – nicht nur bei den gut gemeinten Vorsätzen am Ende des Jahres. Ein Plan wird selten eingehalten und ist nicht wirklich in der Lage, die Zukunft vorwegzunehmen. Es gibt immer Abweichungen zwischen der Vision und dem Ist.

Sollen wir also keine Pläne mehr erstellen? Um es klarzustellen: doch. Pläne sind wichtig um mögliche Szenarien zu durchdenken und Handlungsoptionen zu diskutieren. Erst dadurch sind wir in der Lage, sinnvolle Ziele zu setzen und Erfolgspotentiale zu schaffen.

Wenn Sie nun den Traum – oder besser den Plan haben, endlich die Service Orientierung in Ihrer IT Organisation nachhaltig umzusetzen, dann soll dies nicht wieder zur Ernüchterung führen.

Damit Ihr Vorhaben auch ein tatsächlicher Erfolg wird, gilt es folgende Grundregeln zu beachten:

  • Starten Sie nicht im Blindflug und stürzen sich unreflektiert ins Abenteuer. Analysieren Sie mit Ihren Geschäftsleitungskollegen zuerst die wahren Absichten und Glaubenssätze.
  • Analysieren Sie Ihre Stärken und Schwächen ihrer IT Organistion– und warum die bisherigen Bestrebungen zu einer Service Orientierung gescheitert sind. Würdigen Sie das bereits erreichte und machen Sie nicht die gleichen Fehler nochmals
  • Priorisieren Sie und versuchen nicht mit der Rasenmäher-Methode alles gleichzeitig realisieren zu wollen. Muten Sie Ihrer Organisation nicht zu viel zu – das Tagesgeschäft hat Vorfahrt.
  • Seien Sie kreativ und innovativ: Lassen Sie auch unkonventionellen Ideen Raum und wagen die Veränderung.
  • Machen Sie keine unrealistische Versprechungen und schüren keine falschen Erwartungshaltungen. Service Management ist ein langfristiger Prozess, der die Verhaltenskultur über mehrere Lernkurven langsam in die richtige Richtung verändert. Weisen Sie auf Rückschläge hin – Frustrationen können damit umgangen werden.
  • Und vor allem: Leben Sie die Philosophie vor. Nur so werden Sie glaubwürdig.

Ich wünsche Ihnen ganz aufrichtig viel Erfolg. Aber zuerst geniessen Sie die  wohlverdienten Feiertage und rutschen Sie gut ins Neue Jahr 2011.

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