IT Manager – quo vadis?

Und sie dreht sich doch! Das waren die letzten Worte von Galileo Galilei, als er den verblüfften Klerikern vor etwas weniger als 400 Jahren klarmachen wollte, dass sich die Erde dreht – und nicht etwa die Sonne täglich an uns vorbei rauscht. Und drehen tut sie sich immer noch, die gute alte Erde, was wir ja mittlerweile alle akzeptieren und woran wir uns erst recht nicht stören. Bewegung und Veränderung ist eine Konstante, was wir als professionelle IT Fachspezialisten auch sehr gerne unseren IT Anwendern klarmachen wollen, weil ja mit der Informationstechnologie viele manuelle Verfahren automatisiert werden können und als Konsequenz das Arbeitsumfeld und dessen Anforderungen für die Betroffenen ändert. Sich verändernden Tatsachen in die Augen zu schauen, ist die Devise.

Arbeitsabläufe haben sich laufend verschoben von den Fachabteilungen hin zu den computer-gestützten Rechenzentren, welche sich die Unternehmen über die letzten 20 – 30 Jahre sukzessive auf- und ausgebaut haben. Ganze Heerscharen von technischen Spezialisten wurden ausgebildet, um die immer grössere Zahl von Computersystemen bereitstellen und betreuen zu können. Die Abhängigkeit der Fachbereiche von der permanenten Verfügbarkeit dieser Technologie ist mit zunehmender Verlagerung der Arbeitsschritte in die automatisierten Fachapplikationen so gross geworden, dass ohne die IT auch das tägliche Business nicht mehr funktioniert.

Die Arbeit der IT Manager lag primär darin, den nimmersatten Bedarf des Business an noch mehr Automatismen und Vernetzung zu erfüllen und eine Betriebsorganisation zu unterhalten, welche die mit der teils unreifen Technologie und komplexen Systemen einhergehenden Instabilitäten am Laufen zu halten versucht. Der Kostendruck und der Bedarf an immer noch mehr Effizienz haben das Ganze auf der Business-Seite zusätzlich beschleunigt. Auch auf IT Manager wurde immer wieder versucht, den Druck auf die immer grösseren werdenden und völlig intransparenten Kosten auszuweiten. Insbesondere der Betrieb scheint ein Fass ohne Boden zu sein. Doch die Welten zwischen der IT und dem Business waren zu verschieden und die Angst vor Versagen der IT bei zu viel Druck war gross, sodass die teilweise eklatanten Ineffizienzen und oft auch aus vermeintlichem Kundenverständnis riskanten Schnellschüsse mit entsprechenden Folgeschäden nicht ernsthaft angepackt wurden: Wenn die Maschine einmal nicht läuft, kann es nicht genug kosten, bis sie endlich wieder funktioniert. Das Managen solcher Betriebsorganisationen mit stark heterogenen und fragmentierten Skillsets war die bis anhin die grössten Herausforderung eines CIO.

Sourcing – ja, aber wie?

Die IT Industrialisierung hat nun schon seit längerem auch die IT Organisationen selbst erfasst. Viele Unternehmen haben angesichts der Ohnmacht und der schier unmöglichen Steuerbarkeit der IT Organisationen mitsamt deren Systemen den Weg des Glücks – oder der Hoffnung auf ein Ende des Kostenschreckens – zu einem Outsourcing-Partner gesucht. Viele mussten aber schmerzlich teuer erkennen, dass „outsourcing a mess“ auch nur eine „outsourced mess“ bewirkt. Die Probleme blieben oft die gleichen, nur dass der Sourcing-Partner die vorher versteckten Leistungen nun entsprechend vorrechnet und in Rechnung stellt (Siehe Blog-Beitrag “Outsourcing – nur nicht die Kontrolle verlieren!“). Mit der einhergehenden strategischen Abhängigkeit vom externen Partner und dessen oft beängstigender Unverfrorenheit bezüglich seines eigenen Geschäftssinns, wurden manche extern verlagerten IT Organisationen flugs wieder „insourced“ (Siehe die aktuellste Insourcing-Story von GM)

Nur – bleibt nun alles wieder beim Alten? Nein, aber angesichts der schwierigen und sehr schwer steuerbaren Komplexität der immer stärker integrierten Systemlandschaften darf die Bedeutung der IT für das Unternehmen nicht ausser Acht gelassen werden.  Unternehmen sind auf einen Partner angewiesen, der ihnen die ganze Problematik aus dem Kreuz nimmt und verlässliches Funktionieren zu kalkulierbaren Kosten gewährleistet. Viel mehr – er muss mit Hilfe der sich ständig erneuernden Technologie zu Innovation und Marktvorsprung des Unternehmens beitragen. Die IT muss als verlässliche Dienstleistung, als ganzheitlicher Service erbracht werden können. Es sind nun IT Manager gefragt, welche es verstehen, die Business Ziele auf die IT zu übertragen und daraufhin Services entwickeln, betreiben und kontinuierliche auf die sich ändernden Bedürfnisse auszurichten, so dass die Innovationskraft des Unternehmens und damit der echte Mehrwert erkennbar wird. Wo kein echter Mehrwert erkennbar ist, entscheidet nur noch der Preis. Und da hat die interne IT vermehrt schlechtere Karten.

Für den betroffenen IT Manager stellt sich beim Sourcing jeweils die Frage: Wieviel Einfluss habe ich auf das Geschehen und wer hat letztendlich die Verantwortung dazu und trägt somit die Konsequenzen. Natürlich kann man immer sagen, das Business hat die IT, die sie verdient. Das Business muss die Verantwortung für die Risiken und den Nutzen übernehmen und aktiv steuern. Aber so einfach kann sich der IT Manager nicht aus der Verpflichtung entziehen.

Megatrends verändern die IT Welt

IT-Kompass 2012: Die wichtigsten Servicethemen

IT-Kompass 2012: Die wichtigsten Servicethemen

Wer sich nicht ändert, der wird geändert. Und die Veränderung findet tatsächlich statt – mit oder ohne IT Organisation im Unternehmen. Neue Ansätze zeichnen sich bereits seit ein paar Jahren ab. Cloud Computing und Bring-your-own-device (BYOD) sind Megatrends, welchen viele IT Organisationen noch sehr skeptisch gegenüberstehen. Sicherheitsbedenken und Inkompatibilität mit der internen Technologie werden als Argumente und mit einem grossen Warnfinger vorgehalten. Aber die Veränderung findet trotzdem statt – teilweise unsichtbar haben Fachbereiche eine Schatten-IT hochgezogen, welche bereits kritische Unterstützungsleistungen erbringen – und das zu einem Preis, welcher quasi aus der Kaffee-Kasse bezahlt werden kann. Der Megatrend Social Media wird dafür sorgen, dass die Marketing Bereiche schon bald mehr Budget für IT Belange benötigen, als die CIOs für ihre ganze IT Organisation (Siehe hierzu die Gartner-Studie).

IT-Kompass 2012: Was IT-Chefs auf den Nägeln brennt

IT-Kompass 2012: Was IT-Chefs auf den Nägeln brennt

Die Trends lassen sich nicht aufhalten. Die Vorteile sind zu bestechlich und die findigen Anbieter zu clever, als dass IT Organisationen mit ihren bisherigen Betriebsmodellen auch nur annähernd mithalten können. Gerade auch die Cloud Technologie und der immer grösser werdende Markt von Cloud Anbietern wird dafür sorgen, dass der Betrieb von IT Systemen mehr und mehr nach extern verlagert wird. Es wird nicht mehr notwendig sein, dass ein Unternehmen eine eigene Mannschaft von IT Spezialisten– eine oft teuer bezahlte Spezies, die ohnehin immer schwieriger zu finden und zu halten ist – fest anstellt. Während der Bedarf an IT Services zunimmt, wird die Mannschaft, welche dafür sorgt, wohl immer kleiner.

Neue IT Manager braucht das Land

Die Mitarbeiter in IT Organisationen müssen sich nun gut überlegen, welche Bedeutung diese Veränderung für sie persönlich hat. Klar – es wird immer Technologie-Spezialisten brauchen – vor allem bei den Providern, welche diese Lösungen anbieten. Unternehmen mit End-Kunden aber werden wohl in Zukunft keine eigenen IT Betriebe mehr aufrechterhalten wollen – oder wenn doch, dann schon ziemlich reduziert. Was machen denn die vielen IT Managers und CIOs in Zukunft? Braucht es diese noch?

Ich denke schon, denn die Probleme sind ja noch nicht gelöst. Die Herausforderungen der IT wurden bereits in den Blogbeiträgen zur Empire-Studie Part 1 und Part 2 diskutiert. Der IT Manager sieht sich daher vor eine Reihe von Herausforderungen gestellt, welche für die Zukunft seines Unternehmens und letztlich für ihn selbst und die IT Organisation überlebenswichtig sind. Es wird IT Manager brauchen, aber andere als heute. Wenn es ihm nicht gelingt, diese Herausforderungen zu meistern, die Kosten zu erklären und zu rechtfertigen, muss er damit rechnen, dass jemand gesucht und gefunden wird, der das kann. Er muss in der Lage sein, Services so zu managen, dass deren Verfügbarkeit über alle Zulieferer hinweg garantiert werden kann. Wer nur Best Effort verspricht, muss nicht erstaunt sein, dass andere Anbieter diesbezüglich Erfolgsgarantien anbieten.

Vier unabdingbare Kernkompetenzen des neuen IT Managers

IT Services werden und bleiben strategisch wichtig für den Unternehmenserfolg. Es wird daher auch in Zukunft IT Managers und CIOs benötigen – aber wohl mit einem völlig anderen Skillset. Es werden vor allem IT Manager gesucht, welche die Fähigkeiten und Erfahrungen haben, Business Ziele direkter auf die IT zu übertragen, die IT als Service ganzheitlich zu managen, die externen Partner aktiv zu steuern und so mit innovativen Lösungen die Business Prozesse zeitnah zu unterstützen in der Lage sind. Es geht weniger um die Führung von technischen Betriebsorganisationen, sondern viel mehr um Kenntnisse in der Unternehmensbranche, im Bereich Betriebswirtschaft, Vertrags-Management und Bildung von Unternehmensarchitekturen. Nicht die Fähigkeit der reagierenden Feuerwehr steht im Vordergrund sondern mehr planerische und gestalterische Fertigkeiten, welche dafür sorgen, dass es gar nicht erst brennt.

Führungsebenen der Unternehmens IT

Führungsebenen der Unternehmens IT

Diese Fähigkeiten müssen und können stufengerecht erworben werden. Die Mitarbeiter aus den Funktionen der Unternehmens IT (Service Desk, Operation, Engineering, Entwicklung) müssen die Business-Prioritäten des Unternehmens kennen und im Tagesgeschäft die notwendige Balance zwischen Kundenerwartungen und Einhaltung der Prozess-Compliance finden. Sie entwickeln, implementieren, betreiben und unterstützen die Applikationen und Infrastrukturen.

Die IT Manager, welche ihre Rolle im Management der Unternehmens IT inne haben, stellen sicher, dass die IT-Services den versprochenen Nutzen erzielen und einen messbaren Business-Value liefern. Sie sorgen für die Entwicklung und Umsetzung systematischer und kontinuierlicher Prozesse für Planung, Führung und Bewertung der IT-Services und deren Ressourcen. Sie richten die IT-Architektur auf die Architektur und Strategie des Unternehmens aus und stellen sicher, dass IT-Investitionen, Lösungen und Dienstleistungen ebenfalls darauf ausgerichtet werden.

Und letztlich sind die C-Levels auf der Stufe Governance der Unternehmens IT dafür zuständig, dass die Geschäftsziele erreicht werden, indem die strategische IT-Pläne und Business-Pläne in Einklang gebracht werden. Sie richten die IT Governance auf die Enterprise-Governance aus und gewährleisten sowohl die internen und externen Compliance Anforderungen, als auch die Unternehmenssicherheit. Mit der Sourcing-Strategie wird sichergestellt, dass jederzeit ausreichend kompetente IT-Ressourcen zur Verfügung stehen und Risiken identifiziert und angemessen gemanagt werden.

Vier strategische Kompetenzen des IT Managers in Zukunft

Vier strategische Kompetenzen des IT Managers in Zukunft

Der neue IT Manager braucht neben Führungsqualitäten vor allem aus folgenden vier Kernkompetenzen Erfahrungen und Best-Practice Knowhow:

  • Service Management: Services ganzheitlich zu definieren, zu entwickeln, umzusetzen und zu betreiben. Verbindliche Service Level Zusagen sicherzustellen und entsprechend der Dynamik des Unternehmens laufend weiterzuentwickeln und damit für ein kontrolliertes Service Environment zu sorgen (Siehe den CSE-Beitrag in diesem Blog).
  • Informations-Sicherheit, Risiko & Quality Management: Sicherheits- und Compliance-Anforderungen zu kennen und deren Einhaltung über die gesamte Service-Kette sicherzustellen. Risiken richtig einzustufen und angemessen zu beantworten.
  • Unternehmens-Architektur: Eine auf die Unternehmens-Architektur abgestimmte Prozess- und IT-Architektur zu erstellen. Cloud Lösungen zielbringend zu integrieren und für eine standardisierte Infrastruktur zu sorgen.
  • Governance: Fähigkeiten, die Business-Ziele mit den Services und Prozessen zu verlinken und mit klaren Direktiven und aktiver Überwachung deren Umsetzung sicherzustellen. Durch geschicktes Sourcing- und Provider-Management die jederzeit optimale Ressourcen-Bereitstellung garantieren.

Es ist an der Zeit, dass IT Manager nicht mehr nur die Service Desk Mitarbeiter und IT Betriebsspezialisten an die entsprechenden Best Practice Seminare schicken. Diese Best Practices sind allesamt Management Praktiken, welche jeder selbst erwerben muss. Kluge IT Manager sorgen daher vor, sodass sie auch in Zukunft VOR dem Teller sitzen, statt DARAUF. Denn, nicht vergessen: die Erde dreht sich doch.

Lesen Sie hier die Studie zur veränderten Rolle der IT.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in COBIT, ISO 20000, ISO 27001, IT Governance, ITIL, Training und verschlagwortet mit , , , , , , , von Martin Andenmatten. Permanenter Link zum Eintrag.

Über Martin Andenmatten

Founder & Managing Director Glenfis AG - ITIL Master - CISA-CRISC-CGEIT - DPSM Als diplomierter Wirtschaftsinformatiker II und diplomierter Betriebsökonom FH verfügt er über ein breit abgestütztes theoretisches Wissen. Er ist zertifizierter ITIL® Service Manager und ITIL® V3 Master. 2003 hat er die Prüfung zum "Certified Information Systems Auditor (CISA)" erfolgreich bestanden. Seit Herbst 2004 ist er zertifizierter ISO 20000 Consultant und Auditor. Martin Andenmatten ist seit 2008 auch "Certified in the Governance of Enterprise IT (CGEIT)" und seit 2010 "Certified in Risk and Information Systems Control (CRISC)". Seine Praxiserfahrungen hat er als Herausgeber und Autor in seinen Büchern "ISO 20000: Praxishandbuch für Servicemanagement und IT-Governance" sowie "Services managen mit ITIL" beschrieben.“ 2012 hat Martin das priSM Credential DPSM erhalten, Distinguished Professional in Service Management.

4 Gedanken zu “IT Manager – quo vadis?

  1. Vielen Dank für den ausführlichen Blogbeitrag. Ich denke, dass sich zur Zeit bestehende Systeme massiv verändern, was einerseits zu einer permanenten Krisenwahrnehmung und Unsicherheit führt und zweitens nach neuen Wegen verlangt. Das betrifft das ökonomische, wirtschaftliche, kulturelle und politische System und kann natürlich auch die IT nicht ungeschorren lassen. Wie Erik Händeler auf dem Swiss CIO SUMMIT (www.cioaward.ch) ausführen wird, liegen zukünftige Potenziale für Unternehmen nicht in mehr Automatisierung, sondern in der Art und Weise, wie Menschen mit einander umgehen, wie sie Konflikte lösen, wie sie Wissen verteilen und nutzbar machen. Klassisches Hierarchiedenken wird scheitern – und damit werden auch große, vermeintlich unsinkbare Firmen den Bach runtergehen.
    Der IT-Manager kann aber hier sehr wertvoll sein, denn die Basis für erfolgreiche Kommunikation liegt sicher neben der Firmenkultur auch in der Kommunikationstechnologie. Wenn der IT-Manager aber Entwicklungen wie Social Media nur als Risiko betrachtet und die grobe Security Keule nutzt um Änderungen zu verhindern, wird er sich in dieser Entwicklung nicht positionieren können – das gilt aber für den Vorstandsvorsitzenden ganz genauso!
    Freu mich auf Feedback und Diskussion.

    Lieber Herr Andenmatten, hätten Sie nicht Lust eine Kurzfassung des Beitrags in unserer XING CIO Gruppe einzubringen und zu diskutieren? https://www.xing.com/net/it-chef/

    Ein Video zur Position von Autor Händeler gibt es hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=_s97rTwFotE&feature=plcp

    Herzliche Grüße aus Wien,
    Michael Ghezzo

  2. Lieber Herr Ghezzo,

    die Veränderung hat ja schon immer stattgefunden. Das ist nicht wirklich neu. Nur ist die Situation etwas anderes, wenn man vom Verursacher zum Betroffenen wird. Vom Paulus zum Saulus sozusagen.
    Auf den Vortrag bin ich ganz gespannt. Ja, die Verhaltenskultur innerhalb der Organisation wird wohl in Zukunft entscheident dafür sein, ob die Ansätze auch tatsächlich (vor-)gelebt werden. Wo die Einstellung und das Verhalten nicht zu den Businesszielen passt, wird der Weg zum Erfolg sehr steinig wenn nicht gar unmöglich.

    Aber wie hat schon Edgar Schein gesagt: Das einzig wichtige was Manager zu tun haben, ist das Schaffen von konstruktiven Kulturen.

    Ihr Hinweis zur Xing-Diskussion nehme ich gerne auf. Werde dies in den nächsten Tagen tun.

  3. Salü Martin,

    habe mit grossem Genuss Deinen Blogbeitrag gelesen. Vor allem weil ich gerade an der Definition
    einer generischen IT-Manager Rolle für die ganze Region bin.

    Das wirklich Schmerzhafte ist m.M. nach heutzutage nicht die Tatsache, dass die Erde sich um die Sonne dreht
    und nicht umgekehrt, sondern dass verkrustete Strukturen (Organisationen) und vielfach schlechter Führungsstil ein Ausbreiten
    und Verbreiten dieser Wahrheiten verhindert. Immer mehr Firmen gehen dazu über von ihren MA’s Integrität zu verlangen. Ich frage
    mich nur: wo wird diese Integrität vorgelebt ? Kann Integrität oder Motivation per order mufti eingefordert werden ? Ich wage dies zu bezweifeln…

    In der Kunde – IT Dienstleister Beziehung könnte man das übersetzen in: vielfach meint das Mgmt. in der IT noch, der Kunde habe sich an den angebotenen
    IT-Dienstleistungen zu orientieren und nicht die IT an den Kundenbedürfnissen. Also wer dreht sich um wen ? Kunde um IT oder IT um Kunde ?

    Die neuen Möglichkeiten von mobilen Devices und die stark ansteigende Komplexität der IT Systeme zwingen die IT immer mehr ihre liebgewonnenen Ideen und
    Konzepte zu verlassen und neue Wege zu gehen. Wer da zu lange zögert oder zu fest am Althergebrachten festhält muss zwangsläufig scheitern.

    Der andere Fehler wäre jedoch alles Frühere einfach wegzuwerfen und neu auf der grünen Wiese zu beginnen. In dieser Zwickmühle sind wir heute und es
    braucht eine riesige Portion Humor und Gelassenheit, um in diesen Zeiten nicht völlig zu verzweifeln. — Eppur si muove —

    Liebe Grüsse,
    Bernd

  4. Danke Bernd,
    vielen Dank. Du sprichst mir aus der Seele. Aber Du hast recht, das Heil liegt nicht nur in der neuen Welt – die Erfahrungen und das Erreichte aus der heutigen Welt müssen unbedingt in die Veränderung aufgenommen werden. Aber bekanntlich ist zuerst einmal Einsicht notwendig, bis der Weg zur Verbesserung eingeschlagen werden kann.
    Das sehen wir als unsere Aufgabe: steter Tropfen höhlt den Stein.
    Lieber Gruss
    –Martin

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