2014 – ein Jahr zum Durchstarten

Ich wünsche Ihnen allen viel Erfolg und einen guten Start im Neuen Jahr 2014. Freuen Sie sich auch auf dieses neue Jahr? Ich schon. Ich denke, es ist ein Jahr zum Durchstarten. Nachdem das letzte Jahr doch eher etwas verhalten und nicht wirklich spektakulär war, bin ich nun hungrig nach Veränderungen. Und irgendwie spürt man, dass Bewegung in der Luft liegt.

Was sich so an Trends im 2014 voraussagen lässt, haben die grossen Research-Häuser bereits getan. Und die sagen einiges an Bewegungen voraus:

Nun, das an und für sich ist nicht wirklich spektakulär. Diese Trends haben sich bereits die letzten 2 Jahre abgezeichnet und wahnsinnig grosse Technologie-Sprünge haben wir seit der Einführung des iPads oder iPhones nicht wirklich mehr gehabt.

Es hat jedoch in der Geschichte der IT-Technologie immer wieder einschneidende Ereignisse gegeben, welche die ganze Industrie massgeblich beeinflusst und verändert haben. So war es mit dem Einzug des kommerziellen Computers zur zentralen Datenverarbeitung, dem Personal-Computer, dem Aufkommen des Internets – und jetzt, mit dem neuen Zeitalter des „Mobile Computings“.

Dabei sind „Bring your own Device“ und soziale Netze nur der Anfang gewesen, welche den Stein ins Rollen gebracht haben. Computer und Internet werden überall sein (Internet of everything). Wir werden Computer in unseren Alltagsgegenständen haben und die Systeme werden uns permanent und automatisch mit Informationen versorgen – wo wir auch sind. Business und Privates wird zunehmend vermischt werden. Das setzt nicht nur Flexibilität der Firmen und der darin lebenden Menschen voraus –  es verändert unsere grundsätzliche Einstellung den Informationen gegenüber, welche wir täglich konsumieren und von uns preisgeben. Was uns heute noch schockiert (NSA, Snowden), wird morgen als selbstverständlich akzeptiert.

Ob das nun als gut oder schlecht zu bewerten ist, überlasse ich Ihnen – ich für mich freue mich grundsätzlich auf Veränderungen, weil man dabei an den Entwicklungen und deren Folgen mitwirken kann. Und die wirtschaftliche Lage scheint sich ja allgemein zu verbessern. Wir haben zwar keine chinesischen Zustände in unseren Prognosen, aber ein Wachstum ist allemal zu erwarten. Und das ist auch für die IT Industrie und für die IT-Organisationen gut.

Ich habe meine Wünsche bereits zu Weihnachten zum Ausdruck gebracht (I have a dream).  Damit das 2014 ein Jahr zum Durchstarten wird, habe ich für Sie alle noch folgende fünf Tipps:

Geiz ist geil

Geiz ist geil

1. Nachhaltige Qualität anstelle „Geiz ist geil”
Investitionen in gute Qualität sind wirtschaftlich verantwortungsvoller, als sich kurzfristig auf Billig-Angebote zu stürzen. Dies gilt insbesondere, wenn es darum geht, Veränderungen in den IT-Organisationen zu bewirken. Wer meint, bei der IT-Transformation möglichst viel Geld zu sparen indem er nur mit dem billigsten Schulungsanbieter oder Governance-Berater zusammenarbeitet, wird die Zeche zweimal zahlen. Das heisst jetzt nicht, dass teuer immer gut ist und dass billig grundsätzlich schlecht sein soll. Eine differenziertere Sicht auf die Leistungen und Leistungsfähigkeiten der Provider ist neben der rein preislichen Beurteilung anzuraten.

Transparenz oder Nebel?

Transparenz oder Nebel?

2.     Nachvollziehbare Transparenz anstelle Blindflug und Stochern im Nebel
Transparenz heisst nicht Bürokratie. Transparenz ist das Gebot der Stunde, wenn verantwortungsvoll Ressourcen eingesetzt werden und Rechenschaft darüber abgegeben werden muss. Und dies wird zunehmend durch regulatorische Anforderungen in allen Phasen der Informationsverarbeitung verlangt. Die Kunst ist, den Aufwand verhältnismässig zu halten. Die Kür dazu ist so viel Automation wie möglich und so viel manuelle Eingriffe wie nötig. Automatisieren der Standard-Geschäftsprozesse  innerhalb der IT gibt Ressourcen frei für die künftigen Herausforderungen mit dem Business.

Mobilität oder Weg vom Fenster

Mobilität oder Weg vom Fenster

3.     Mobilität anstelle Stillstand
Richten Sie alle Ihre Services auf die Mobilität Ihrer Kunden und Anwender aus. Erschweren Sie nicht das Arbeiten mit Ihren Anwendungen durch Zementieren der starren Zugriffs- und Zugangskanäle. Immer mehr Mitarbeiter – insbesondere die nachrutschenden Generationen werden dies nicht mehr akzeptieren. Lösungen dazu gibt es heute schon zu Hauf.

Offensive Sicherheit

Offensive Sicherheit

4.     Sicherheit durch Verstehen und Verhalten anstelle Sicherheit durch Misstrauen und Angst
Viele IT-Organisationen versuchen sich noch heute hinter dem Totschlägerwort „Security“ vor den aufdrängenden Veränderungen zu verstecken. Dabei sind oft die eigenen Sicherheitseinrichtungen und –Kontrollen alles andere als sicher. Anstelle Angst und Misstrauen zu streuen sollten Sie anfangen, die Herausforderungen in ihrer Gesamtheit zu verstehen. Nicht wie „verhindern“ ist das Motto, sondern wie können wir dies ermöglichen.

Lesen und hören Sie dazu die „5 Resolutions for IT Security Pros“ von Robert E. Stroud.

Die Geschichte wiederholt sich (...)

Die Geschichte wiederholt sich (…)

5.     Kreative Innovationen anstelle Klammern an Altbewährtem
Setzen Sie Ihre kreativen Kräfte frei. Das Business will eine IT als echten Partner, einen Business-Enabler. Standard-Leistungen der IT können heute ab der Stange respektive aus der Steckdose bezogen werden. Nutzen Sie diese Skalierbarkeit zu Gunsten des Business und konzentrieren Sie sich auf Business-Lösungen, welche die Möglichkeiten der heutigen Technologien gewinnbringend nutzen. Befreien Sie sich einmal pro Woche für nur 10 Minuten von allen Einschränkungen und überlegen Sie sich, welche Möglichkeiten sich aufgrund der neuen Technologien Ihrem Business böten. Mit welchen Innovationen Sie sich als Service Provider abheben könnten.  Und dann diskutieren Sie gelegentlich mit Ihren Business-Partnern über solche Ideen. Wagen Sie wieder einmal etwas. Lesen Sie dazu “The role of the CIO in 2014” von BusinessTech.

Rüsten für die Zukunft. Das ist doch ein ideales Motto für den Jahresanfang. Wir seitens Glenfis werden dies auch tun. Auch wir bewegen uns unter dem stetigen Drang, besser für unsere Kunden zu sein.

So werden Sie in Kürze über unsere neuen Services im Bereich Training & Beratung hören:

  • Projekt Management mit Hermes 5
  • Scrum & Agile Projekt Management
  • Cloud Service Manager
  • COBIT Assessor & Implementation

Also los: Ärmel hochkrempeln und anpacken. Auch Ihnen viel Erfolg im Neuen Jahr!


 

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Über Martin Andenmatten

Founder & Managing Director Glenfis AG - ITIL Master - CISA-CRISC-CGEIT - DPSM Als diplomierter Wirtschaftsinformatiker II und diplomierter Betriebsökonom FH verfügt er über ein breit abgestütztes theoretisches Wissen. Er ist zertifizierter ITIL® Service Manager und ITIL® V3 Master. 2003 hat er die Prüfung zum "Certified Information Systems Auditor (CISA)" erfolgreich bestanden. Seit Herbst 2004 ist er zertifizierter ISO 20000 Consultant und Auditor. Martin Andenmatten ist seit 2008 auch "Certified in the Governance of Enterprise IT (CGEIT)" und seit 2010 "Certified in Risk and Information Systems Control (CRISC)". Seine Praxiserfahrungen hat er als Herausgeber und Autor in seinen Büchern "ISO 20000: Praxishandbuch für Servicemanagement und IT-Governance" sowie "Services managen mit ITIL" beschrieben.“ 2012 hat Martin das priSM Credential DPSM erhalten, Distinguished Professional in Service Management.

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