MENU

Sourcing –was ändert sich für die Organisation?

Veröffentlicht am von Allgemein, Cloud Computing, Coaching & Consulting, ISO 20000, IT Governance, ITIL, ITSM, Service Broker

In meinem letzten Blog „Sourcing – was beinhaltet dies, womit beginne ich und was sind die Risiken?“ habe ich die Vorgehensweise und Unterschiede zwischen den verschiedenen Sourcingvarianten aufgezeigt.

Aber was ändert sich dadurch für den Betrieb und die Organisation, was für Rollen sind zusätzlich notwendig (wenn überhaupt) und was heisst das für die alten Rollen?

In den folgenden Abschnitten versuche ich dies aufzuzeigen.

Gehen wir im Sourcing Prozess 2 – 3 Schritte zurück. Meine Annahmen münden in folgendem Szenario: eine Strategiephase wurde erfolgreich absolviert, die notwendigen Schritte wie „Assessement“, „Definitionen“ und „Scoping“ durchlaufen. Anschliessend wurde die Selectionsphase mit den Aktivitäten „Selection“, „Due Diligence“, „Contracting“ und erfolgreich eine „Transition“ durchgeführt.

Nun, was heisst überhaupt erfolgreich? Folgende Resultate und Punkte einer Transitionsphase sind übergeben worden / sollten übergeben worden sein, u.a.:

  1. das notwendige Wissen
  2. die (IT) Assets
  3. die entsprechenden Personen
  4. ev. sogar Gebäude
  5. die Projektdokumentation der zurückbleibenden Organisation
  6. das Transitions-Projektteam ist abgelöst worden durch den Provider
  7. die neuen Verträge sind in Kraft ebenso wir die Governance
  8. das IT Management Team ist operativ mit dem “cut over” (Wechsel von der Projekt Verantwortlichkeit hin zum Tagesgeschäft)
  9. das Transitionsprojekt ist entlastet
  10. der Provider ist nun zu 100% verantwortlich für den vereinbarten Umfang

 

Wie sollte die nun neue Betriebsorganisation aussehen, mit welchen Funktionen sollte diese ausgestattet sein?

 

Das Demand Supply Governance Framework (DSG)

Hier hilft uns das Demand Supply Governance Framework (DSG) weiter.

DSGF-02

DSGF-02

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Business Domain „trifft“ sich mit der IT Domain in der Alignement Domain (im Bild in der Mitte). Aus hier kommen 3 horizontale Layer zum Zuge, wie auch in anderen Frameworks:

  • Strategy Layer
  • Organize Layer (auch taktischer Layer andernorts genannt)
  • Operational Layer

Jeder der genannten Layer besitzt seine spezifischen, eigenen Kernbereiche, so zum Beispiel im Layer „Strategy“ beinhaltet den Kernbereich „Architecture“. Was hat nun dieser Kernbereich für Aufgaben?

 

Grob gesagt sind dies:

  • definieren der Informations- und ICT-Architektur (Technologie),
  • definieren der Leitlinien für die Entwicklung und Pflege von Informationssystemen und Dienstleistungen (einschließlich LifeCycle Management) und
  • die Ausrichtung der Informations- und ICT-Architektur an die Unternehmens-Business- Architektur.
  • Die Vision, Richtlinien werden in der “ IT- Roadmap “ zusammengefasst.

 

Design der Demand Supply Organisation (DSO)

Wenn es nun darum geht die Demand Supply Organisation (DSO) zu erstellen, können wir uns an dem DSG Framework orientieren. Folgende 8 Punkte sollen beim Design des DSO beachtet werden:

  1. Definieren der Vision/Mission und Ziele der DSO
  2. Einbettung und Positionierung der DSO Organisation in die Gesamtorganisation
  3. Bestimmen der DSO Aufbau Organisationstruktur
  4. Bestimmen des Umganges mit externen Stakeholdern (v.a. Stakeholder, welche nicht im DSO Personalkörper sind).
  5. Bestimmen der Hauptbereiche, die für die Erfüllung der DSO Ziele zuständig sind
  6. Bestimmen der benötigten DSO Prozesse und der erforderliche Maturitätsgrad dieser
  7. Definieren der notwendigen Rollen und Positionen (Stellenbeschriebe, AKV’s)
  8. Bestimmen einer klaren Sitzungsstruktur

Schlussendlich sollten seitens Demand und Supply die Rollen aufgeteilt werden, so u.a.

Demand-seitig: Account Manager, Controller, Product Manager, Information Analyst
Supply-seitig: Project Manager, Contract Manager, Service Delivery Manager, Service Request Manager, Chief Security Officer

 

Als strategischer Wirkungsbereich in der restlichen IT-Organisation sollten die Rollen Risk & Security Officer, Enterprise Architect, Sourcing Manger sowie ein Compliance Manager (ja nach Brachen Ausrichtung) und CFO verbleiben.

 

Fazit: mit einem Sourcing Entscheid muss die interne Organisation und deren neue Funktion neu definiert und designed werden, sowohl auf Seite Provider wie auch auf Seite Demand / Alignement. Dies gilt es ebenfalls im Business Case zu berücksichtigen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ähnliche Beiträge

« »