MENU

Veränderungen in der Bereitstellung von IT-Services – was heisst das und was sind die Konsequenzen für die IT-Mitarbeiter?

Veröffentlicht am von Allgemein, Cloud Computing, Coaching & Consulting, IT Governance, ITIL, ITSM, Service Broker, Service Management, Training

Diesen Beitrag per E-Mail versenden
Sie können maximal fünf Empfänger angeben. Diese bitte durch Kommas trennen.





Die hier eingegebenen Daten werden nur dazu verwendet, die E-Mail in Ihrem Namen zu versenden. Sie werden nicht gespeichert und es erfolgt keine Weitergabe an Dritte oder eine Analyse zu Marketing-Zwecken.

Warum nun dieses Thema, ist doch eigentlich klar, dass sich der Trend in der IT Richtung „Cloud, big data, usw.“ geht und nichts Neues ist, oder?

Ich möchte jedoch in diesem Blog noch weitere Aspekte beleuchten, welchen diesen allgemeinen Trend noch verstärken. Somit möchte ich auf die in der Überschrift verankerten Punkte eingehen.

Dies sind:

  1. Veränderungen – was sind die Trigger / Auslöser dazu?
  2. Bereitstellung von IT-Services – heute wie morgen (oder bereits jetzt?)
  3. Konsequenzen für die IT-Mitarbeiter

Veränderungen – was heisst das, was sind die Trigger / Auslöser?

„Nichts ist so beständig wie der Wandel” (Heraklit von Ephesus). Nun, sicherlich haben wir einen Haupttreiber, welchen ich unter den Begriff „Cloud und Outsourcing“ zusammenfassen möchte.

Bekannte Themen sehe ich darin, u.a.

  • Cloud Computing
  • Big Data
  • Social Media
  • BYOD
  • Compliance
  • Security
Industrie 4.0

Industrie 4.0

 

Oder schlicht zusammengefasst unter dem Begriff „Industrie 4.0“. Jedoch was bringt dieser Trend eigentlich. Viele versprechen sich folgenden Hauptnutzen:

  • Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen
  • Höhere Flexibilität
  • Erhöhen des Automatisierunggrades
  • User Excellence / Anwenderfreundlichkeit verbessern

Aber es gibt noch einen weiteren wichtigen Treiber, die fortschreitende „Digitalisierung“ der Geschäftsprozesse. Wenn ich mein Handeln kritisch hinterfrage (unter diesem Aspekt) ist es heute möglich, viele Informationen via meinem Smartphone zu erfragen, wenn nicht sogar Bestellungen aufzugeben. Ich denke dabei an alltägliche Sachen wie z.B.

  • Lebensmittel einkaufen im Web
  • Fahrpläne abfragen für eine bestimmte Strecke und sogleich ein Ticket dazu kaufen
  • Postkontos Stand abfragen
Digitalisierung

Digitalisierung

Erschrocken bin ich, als ich kürzlich ein Update machen musste und mir ein Smartphone anzeigte, dass ich über 250 Apps zu synchronisieren habe! Und der Boom mit den Apps geht weiter, d.h. immer mehr Firmen versuchen, ihren Geschäftsprozess im B2C Bereich zu automatisieren und zu vereinfachen.

Aber auf im B2B Bereich findet dieser Trend ihren Niederschlag, angefangen damit, dass sich Firmen sogenannte Supplier Plattformen aufbauen oder in der öffentlichen Verwaltung in sogenannte „Multikanal – Ansatz“ investieren. Ebenfalls wichtiger werden elektronisch Management Cockpits, Balanced Scorecards. Ein sehr aktuelles Beispiel erleben wir hautnah – Parlamentswahlen im Oktober 2015. Jeder Kandidat versucht sich ins beste Licht zu rücken, sei es mit Präsenz vor Ort, aber auch auf den Social Medien, sei es angefangen mit Facebook, Instagram Tweeds bis hin zu publizierten Polit-Filmchen auf you tube.

MS-Cloud

MS-Cloud

Bereitstellung der IT – Services – was ändert sich dabei von heute zu morgen?

Die traditionelle Bereitstellung von IT – Services kennen wir alle nach dem Motte „wir machen alles“. Vom Datacenter über die Infrastrukturkomponenten bis hin zu den Applikationen und Daten, die interne IT hatte die Kontrolle über diese Komponenten, das Business befasste sich mit dem Businessprozess (hoffentlich).

Morgen resp. zukünftig wird sich die IT mehr und mehr hin zum einem „Service Dirigent“ entwickeln. Schon heute beschafft das Business Software-Lösungen oder Plattformen, welche in die bestehende IT-Umgebung integriert werden müssen, sei es als SaaS oder PaaS.

Jedoch gibt es Bereitstellung Unterschied, wenn ja, was sind dies für welche?

In der Tat gibt es aus meiner Sicht zwei Bereitstellungsunterschiede. Diese lassen sich in folgende Gruppen einteilen:

  1. Innovation, d.h. Investment in die eigenen Fähigkeiten/Leistungen/Service, Beispiele:
  • Ein grosses nationales Unternehmen investiert pro Jahr einen 7 stelligen Betrag in den Aufbau einer big data Plattform. Ziel ist es, mit den vielen Daten aus den Asset-Beständen und den zukünftigen Belastungen einen sogenannten „Maintenance“-Plan für die nächsten 5 – 6 Jahre im Voraus zu entwickeln.
  1. Commodity Services / – Leistungen, auch hier Beispiele:
  • Ein grosses globales Unternehmen investiert pro Jahr einen hohen Betrag in ein Outsourcing Projekt „in die Cloud“. Ziel ist es, solche Commodity Services, schneller, günstiger intern anzubieten
  • Ein grosses nationales Unternehmen investiert für die nächsten 2 Jahren einen hohen Betrag für die Herstellung einer „Privat Cloud“. Ebenso werden viele interne Leute in den nächsten 2 Jahren auf den entsprechenden Skill-Level gebracht, um die kommenden Herausforderungen zu meistern.
  • Ein grosses nationales Unternehmen hat ein Sourcing Projekt „in die Cloud“ erfolgreich abgeschlossen mit der Auswahl eines Hauptlieferanten. Nun gilt es, zuerst anhand von Prooc of Concepts (PoC’s) die Funktionsfähigkeit zu garantieren und anschliessend diese internen Plattformen geordnet und kontrolliert dorthin auszulagern.

Nun, bin ich mit meiner These „Veränderung in der Bereitstellung von IT – Services“ alleine, oder kann ich einen Trend erkennen?

Sind die hier von geschilderten Trends nur eine einseitige Wahrnehmung? Schauen wir uns doch kurz die Ausgaben für Outsourcing, Managed & Cloud Computing Services (MSM Research) an:

Ausgaben Outsourcing

Ausgaben Outsourcing

Mit einem jährlichen Wachstum von über 40% in Application Outsourcing wird dieser Trend schlicht und einfach deutlich bestätigt.

Was heisst die nun für die heutige und morgige Bereitstellung der IT Services? Heute ist dies gut etabliert: „plan, build, run“. Diese Abfolge ist vielenorts „modus operandi“. Und morgen, mit all diesen neuen Services, sei es SaaS, PaaS oder vielleicht IaaS Services? Der Wandel geht klar in die neue Richtung „Brokering, integrate, orchestrate“. Dies sind die neuen Herausforderungen für die Informatik von morgen.

PlanBuildRun-BrokeringIntegrateOrchstrate

PlanBuildRun-BrokeringIntegrateOrchstrate

Schlussendlich – was sind somit die Herausforderungen für die IT – Mitarbeiter von morgen?

Nun gewisse kennen sicherlich bereits die Referenz Architektur der ISO 17‘789. In den vorhergehenden Blog’s wurde bereits ebenfalls drüber geschrieben (siehe hier).

Was sind die „8 hottest IT Skills 2015 ff.“, gemäss Computerworld, Infoweek & CIO.com?

Nun, ich will Sie nicht auf die Folter spannen, hier sind sie:

  1. Security/compliance governance – Cloud-Security, Cybersecurity
  2. Project Management, Agile, DevOps
  3. Business intelligence/analytics (Big Data, Data-Analysis)
  4. Mobile applications and device management/Web Development, Secure Coding
  5. Automation & Configuration Management, DevOps, Cloud
  6. Enterprise Architecture
  7. Virtualization (Hyper-V and Vmware)
  8. SAP & Enterprise Business Applikation

Schlussfolgerungen:

Die IT – Organisation wird sich entwickeln (müssen) in Richtung:

  • Von technologie-fokussierten Fähigkeiten (plan, build, run) zu Fähigkeiten in den Prozessbereichen (broker, integrate, orchestrate)
  • vom Technologie-Experten zum Service-Experten
  • vom Lieferanten zum Analysten, Berater, Enabler, Einkäufer
  • vom Line Manager zum Subjekt Matter Experten
  • vom Betrieb nach Planung & Steuerung

 

Was sind Ihre Ansichten der Entwicklung – gespannt bin ich auf Ihr Feedback.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ähnliche Beiträge

« »