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Wort zum Montag: Holacracy

Veröffentlicht am von Agile, DevOps, ITIL

Die digitale Transformation lässt keinen Stein auf dem anderen. Wenn mit vermehrter Automatisierung, kontinuierlicher Integration und Service Bereitstellung auf hochdynamischen Cloud-Sourcing Plattformen neue Innovationen entwickelt werden sollen, reichen die festgefahrenen hierarchischen Organisationsstrukturen nicht mehr aus. Wenn ich warten muss, bis der Chef-Chef endlich sein OK für eine Entscheidung gibt, dann nimmt man der Dynamik sämtlichen Wind aus den Segeln.

Nun steht ein neues Organisationskonzept im Raum: Holacracy (Wikipedia). Es wird nicht mehr von oben nach unten kommuniziert und angewiesen. Vielmehr werden dynamisch Entscheidungsfindungen unter Einbeziehung aller Beteiligten auf eine sachbezogene Weise sichergestellt. Damit soll der Bürokratie und langwierigen Prozessen entgegengewirkt und den Teams die Handlungsfähigkeit direkt übertragen werden.

holacracy

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Wenn wir in der aktuellen Zeit sehr viel über die notwendigen kulturellen Veränderungen in agilen Organisationen sprechen, dann ist auch sehr oft von Selbst-organisierenden Teams die Rede. Insbesondere Organisationen, welche ihre Entwicklungs- und Betriebsbereiche mittels DevOps neu ausrichten, brauchen eine neue Form der Führung, einer selbstregulierenden Führung. Aber wie soll das aussehen. Hier bildet Holacracy gute methodische Leitprinzipien, welcher bei der Umsetzung von DevOps eine grosse Hilfe darstellen.

Diese Leitprinzipien sind eine Abkehr von der auf «Planen und Kontrollieren» konzipierten statischen Führungsstils in Richtung einer mehr dynamischen Führung und verteilter Steuerung (Governance) hin zur Integration der Perspektiven aller. In einem agilen DevOps-Umfeld bedeutet dies beispielsweise, dass kein übergeordnetes CAB (Change Advisory Board) für Beurteilung und Freigabe von Change-Requests abgewartet werden muss. Ein CAB notabene, welches von Vorgesetzten geführt wird, welche in vielen Fällen nicht wirklich verstehen, was sie entscheiden sollen. Vielmehr sollen Reviews mit hohem Qualitätsbewusstsein durch Peers – gleichgestellte Fachspezialisten auf Augenhöhe – durchgeführt werden.

Der folgende Artikel vom Harvard Business Review bringt den Kern von Holacracy auf den Punkt: «Beyond the Holacracy Hype». Für die Umsetzung der digitalen Transformation braucht es eine neue Generation von Leadern. Menschen mit Visionen, welche erkennen, wo Hierarchien überflüssig sind. Aber auch wichtige Hierarchien verteidigen, wenn es um grundsätzliche Ziele geht. Es braucht andererseits auch Mitarbeiter, welche sich vollends einbringen wollen und dies auch tun – und immer weniger solche, welche jeweils am Morgen den Auftrag vom Chef abwarten, bevor sie mit der Arbeit beginnen.


 

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